Der neue DAT Report ist da. Und er zeigt deutlich: Für viele Autofahrerinnen und Autofahrer war 2025 kein Jahr der großen Entscheidungen, sondern des Abwägens. Hohe Preise, wirtschaftliche Unsicherheit und ein weiterhin alternder Fahrzeugbestand prägen das Bild. Für freie Werkstätten ergeben sich daraus Chancen, aber auch klare Anforderungen an Organisation, Kommunikation und Wirtschaftlichkeit.
Reparaturen werden wichtiger
76 Prozent der Pkw-Halter geben an, ihr aktuelles Fahrzeug bewusst länger fahren zu wollen, um technologische und politische Entwicklungen abzuwarten. Gleichzeitig ist die jährliche Fahrleistung 2025 erneut gestiegen. Das bedeutet: Fahrzeuge werden stärker genutzt, altern weiter und kommen häufiger in die Werkstatt.
Für freie Betriebe ist das grundsätzlich eine stabile Ausgangslage. Wartung und Reparatur bleiben zentrale Leistungen. Parallel dazu steigt der Anspruch der Kundinnen und Kunden, ihr Fahrzeug „in einwandfreiem technischem Zustand“ zu halten. Das bestätigen 90 Prozent der Befragten.

Kunden werden sensibler
Die Kehrseite: Wartungs- und Reparaturkosten sind deutlich gestiegen. 2025 zahlten Pkw-Halter im Schnitt 542 Euro für Wartungen und 604 Euro für Reparaturen. Das sind rund 27 bis 30 Prozent mehr als noch 2020. Gleichzeitig sank die Anzahl der beauftragten Arbeiten pro Fahrzeug.
Für Werkstätten heißt das: Jede Reparatur muss nachvollziehbar erklärt werden. Kunden hinterfragen stärker, vergleichen mehr und erwarten Transparenz. Preislogik, Kommunikation und saubere Dokumentation werden damit zu echten Wettbewerbsfaktoren.
Faktor Mensch bleibt entscheidend
Trotz aller Digitalisierung zeigt der Report klar: Der persönliche Kontakt ist für Kundinnen und Kunden weiterhin zentral. Bei freien Werkstätten sehen 49 Prozent Optimierungspotenzial, vor allem bei Terminverfügbarkeit, Erreichbarkeit und Kommunikation. Digitale Angebote werden zwar geschätzt, aber meist nur punktuell, etwa bei der Terminvergabe oder Nachbetreuung. Entscheidend bleibt der direkte Draht zum Team.

Unser Fazit
Die Ergebnisse lassen keinen Zweifel: Der Markt bleibt stabil, wird aber anspruchsvoller. Freie Werkstätten sind dann erfolgreich, wenn sie technische Kompetenz mit klaren Abläufen und guter Kommunikation verbinden. Wer Kosten transparent erklärt, Termine zuverlässig organisiert und den persönlichen Kontakt pflegt, schafft Vertrauen – und sichert sich auch in einem sensibleren Umfeld die Loyalität seiner Kundinnen und Kunden.
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