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Wie bleiben Karosserie- und Lackierbetriebe in einem zunehmend digitalen Markt sichtbar? Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz im Werkstattalltag? Und wie kann Repanet seine Mitgliedsbetriebe noch besser unterstützen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Repanet Beirat Ende Juni vor Ort im Axalta Trainingscenter in Köln. Neben der Vorstellung der neuen Beiratsmitglieder standen aktuelle Vereinsangelegenheiten und Branchentrends sowie die strategische Weiterentwicklung des Netzwerks im Mittelpunkt.  

Neuer Beirat setzt neue Schwerpunkte

Ab sofort vertreten Dirk Alrutz (Alrutz GmbH & Co. KG), Michaela Helbig (Lackiererei Werner Helbig Eisleben GmbH), Nicola Palumbo (Palumbo Kfz Technik GmbH), Tabea Rasner (Rasner Karosserie Fachbetrieb e. K.), Frank Thiele (Fairrepair Frank Thiele GmbH) und Giuseppe Venezia (Karosserie Venezia) die Interessen der Mitgliedsbetriebe mit dem Ziel, das Netzwerk weiter voranzutreiben. Insbesondere in Sachen Kommunikation sieht der Beirat noch Nachholbedarf: Die Kommunikation mit den Mitgliedsbetrieben soll in Zukunft persönlicher, regelmäßiger und direkter werden. Dabei sollen Neuheiten und konkrete Repanet Angebote wie „Repanet Next Generation“ künftig stärker in den Fokus gerückt werden. Gleichzeitig soll der Außendienst die Leistungen und Vorteile des Netzwerks noch besser vermitteln. 

Gute Arbeit muss auch sichtbar werden

Das Netzwerk muss sich aber nicht nur in den eigenen Reihen besser positionieren, sondern vor allem bei der Außenwirkung nachhelfen: Denn gute Reparaturqualität allein reicht heute nicht mehr aus. Stattdessen müssen Betriebe auch digital sichtbar für potenzielle Kundinnen und Kunden sein. Repanet soll Betriebe mithilfe von einheitlichen Social-Media-Vorlagen und weiteren Marketingmaßnahmen unterstützen und somit nicht nur die Sichtbarkeit der einzelnen Betriebe ankurbeln, sondern auch die des gesamten Netzwerks. 
Neben klassischen Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung gewinnt deshalb auch die GEO-Optimierung an Bedeutung. Ziel ist es, den digitalen Auftritt so zu gestalten, dass nicht nur Suchmaschinen wie Google und Co., sondern auch KI-Systeme die Betriebe erkennen und empfehlen. 

Digitale Entlastung für den Arbeitsalltag

Um Werkstätten trotz höherer Sichtbarkeit im Arbeitsalltag zu entlasten, wurden während der Beiratssitzung verschiedene digitale Werkzeuge und Prozesse vorgestellt – von der digitalen Schadenmeldung und KI-gestützten Kundenkommunikation über Fahrzeugscanner bis hin zur digitalen Fahrzeugannahme und Schlüsselübergabe. 

So wurde das cloudbasierte Online-Zertifikatsmanagement von ZülchConsulting als mögliche Lösung für die zunehmende Komplexität betrieblicher Nachweise vorgestellt. Als zentraler Ablageort von Mitarbeiter-, Technik- und Equipmentnachweisen soll das System die Betriebe bei den administrativen Aufgaben entlasten. 

Weitere Impulse aus der Praxis lieferten Markus Richter und Dominik Drößler von der PDR-Team GmbH: Als Spezialisten für digitales Hagelschadenmanagement setzt das Unternehmen auf eigene Software- und Scannerlösungen zur effizienteren Schadenaufnahme im Alltag. Im gemeinsamen Austausch gaben sie Einblicke in aktuelle Entwicklungen rund um das Schadenmanagement bei Hagelereignissen. Das PDR Team kam außerdem mit einem Anliegen in die Repanet Beiratssitzung: Sie suchen Partnerbetriebe, bei denen hagelgeschädigte Fahrzeuge besichtigt und instandgesetzt werden können. Diesbezüglich diskutierte man die Konditionen und befand diese von Seiten des Beirats noch als überarbeitungsbedürftig.

Blick nach vorn

Ob stärkere Kommunikation, digitale Prozesse oder mehr Sichtbarkeit: Bereits bei seiner ersten Sitzung konnte der neue Beirat klare Schwerpunkte setzen. Jetzt heißt es nur noch, diese Ideen Schritt für Schritt in die Tat umzusetzen und das Netzwerk gemeinsam weiterzuentwickeln. Die nächste Beiratssitzung findet am 11. November in der Lackiererei Werner Helbig Eisleben GmbH statt.